Live Review: LA DISPUTE (USA) // support: O´BROTHER (USA) / EUGENE QUELL (UK)

La Dispute // O´Brother // Eugene Quell, 28.04.2014, Conne Island Leipzig

Schon etliche Monde her ist das Konzert von La Dispute im Conne Island Leipzig. Trotzdem noch irgendwo wichtig, weil es mir eine mir bis dato unbekannte Band erschlossen hat. Fortwährende musikalische Sozialisation also…und ich hoffe, diese hört auch niemals auf.

Doch der Reihe nach. La Dispute waren im späten Frühjahr auf Tour in Europa, um ihre grandiose neue Platte „Rooms of the House“ (hier im Stream) vorzustellen. Ihr Vorgängeralbum „Wildlife“ läuft heute noch bei mir in heavy rotation, klar also dass ich da hingegangen bin. Und das Conne Island (hach, immer wieder schön dort Gast zu sein!) war für einen Montagabend auch fast ausverkauft – schön!

Zum ersten Act des Abends, Eugene Quell, kann ich überhaupt nichts sagen, da ich das Conne Island genau in dem Moment betreten habe als er Tschüssi gesagt hat. Zumindest weiß ich aber, das er alleine mit seiner Gitarre auf der Bühne stand.

Dann O´Brother. Da kamen ein paar Musiker auf die Bühne, welche ich nicht kannte und die mich während der ersten beiden Lieder vollkommen weggeblasen haben. Wow! Irgendwo zwischen düsterem Post-Hardcore, dickem Prog-Rock und ganz vielen tollen ruhigen Ambient-Momenten angesiedelt, war dass, was die fünf Musiker da fabrizierten, ganz große Kunst. Die moshten sich zu Beginn ihrer Show einen ab, obwohl es eigentlich gar nicht viel zu moshen gab. Beeindruckend! Anschließend wurden die Stücke ein bisschen ruhiger und zogen sich etwas in die Länge, was musikalisch überhaupt nicht schlimm, nur während des Konzertes vielleicht etwas anstrengend wirkte. Aber zumindest hatte ich die Band von nun an gespeichert…später mehr.

(youtube direktlink)

La Dispute wurden ihrer Headlinerrolle zum Ende des Abends natürlich mehr als gerecht. Dachte nicht, dass es im Publikum so abgeht, den schnellen Hardcore spielen sie ja nicht mehr, ganz im Gegenteil. Ich hatte also mehr mit einem Zuhörabend gerechnet. Doch die Suppe aus alten und schnellen Songs – von welchen Sie wirklich viele spielten – und den neuen Stücken war gut gekocht, so dass jeder auf seine Kosten kam. Sehr schönes Konzert. Auch wenn sie sich bei ihrem abschließenden Übersong und der letzten Zugabe der Nacht – „King Park“ – dicke verspielten und der emotionalste Moment der Show damit nicht so ganz funktionierte, hab ich nichts zu meckern. Die Kids von Reihe eins bis zehn haben davon vor lauter Begeisterung eh nichts mitbekommen. Danke für den Abend!

(youtube direktlink)

Doch noch einmal kurz zurück zu O´Brother. Zu Hause habe ich mir dann ihre Platten natürlich noch einmal angehört. Und seitdem bin ich Fan. Wahnsinnsmusik, welche ich jedem nur dringenst an Herz legen kann, insbesondere das letzte Album „Disillusion“. Zu den Vorgängerplatten, welche auch alle super sind, nochmal eine musikalische Weiterentwicklung galore! Ich möchte die auf alle Fälle noch einmal live sehen, vielleicht wirkt ihr Konzert dann anders, wenn man die Lieder kennt. Aber auf Platte bis jetzt meine Entdeckung des Jahres!

Fazit: 07 von 10 Punkten für diesen Abend!

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