Umeå-Hardcore-Archiv

Umeå, hoch oben im schwedischen Norden (von Stockholm aus sind es nochmal gute 700 Kilometer), galt in den Neunzigern als Hauptstadt der europäischen Hardcoremusik. Etliche Bands stammen aus der Stadt in Västerbotten und erlangten durchaus in der Szene so manchen Ruhm. Refused um Frontmann Dennis Lyxzén (aus denen später The (International) Noise Conspiracy und AC4 hervorgingen) dürfte als bekannteste Combo gelten, aber auch Abhinanda, Final Exit, die Hardcoremädels von den Doughnuts und zahlreiche andere werden Freunden der harten Gitarre mehr als nur ein Begriff sein.

Meine ersten Liveerfahrungen habe ich mit fünfzehn in genau diesem Bereich der Musik gesammelt. Im Jugendzentrum meiner Heimatstadt Schleiz – das hieß damals® KFZ (Kinder- und Freizeitzentrum, what a name!) – veranstalteten ein paar Jungs in schöner Regelmäßigkeit Konzerte, zu welchen sich die großen Namen der Szene einfanden. Ignite, Slapshot, Earth Crisis, Snapcase, 108 und wie sie alle heißen und hießen. Es gab kaum eine Band, die nicht da war. Und eben auch die ganzen Schweden aus Umeå.

Auch wenn ich später intensive Ausflüge in andere musikalische Bereiche  wie Hip Hop und Drum´n´Bass unternommen habe, die HC-Scheiben von damals® aus´m Krieg lagen stets immer mal wieder auf meinem Plattenteller. Hörtechnisch bin ich mittlerweile längst wieder im Hardcore- und Gitarrenbereich angekommen, mit Räp habe ich hingegen komplett gebrochen.

In Umeå hat sich nun bereits vor einiger Zeit das Hardcore-Arkiv gegründet und versucht, die Zeit von damals® bis heute einigermaßen zu dokumentieren. So weit ich das mit meinen rudimentären Schwedischkenntnissen richtig übersetzt habe, kann jeder alte Fotos, Flyer, Zeitungsausschnitte und was man eben aus der Zeit noch so auf dem Dachboden herumfliegen hat, im Archiv einschicken. Ich hab hier noch ein paar Konzertfotos of Death aus den Jahren 1995-1998 – sollte ich mich also mal dranmachen.

Umeå Hardcore Arkiv2

(Screenshot von umeahardcorearkiv.se)

Für Liebhaber der Bands aus Umeå jedenfalls eine schöne Sache zum stöbern. Und ich finde es ja sowieso immer toll, wenn so etwas zeitgeschichtlich dokumentiert und damit bewahrt wird. Wie wir damals® alle aussahen, herrje. Das Video von Refused trifft es auf den Punkt. Good times!

Hier nochmal der Link zur Seite: www.umeahardcorearkiv.se. Auf Facebook ist das Archiv auch zu finden.

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