Und was macht ein Fake-Internet-Designer so?

Klasse Beitrag von DeutschlandradioKultur im Rahmen ihrer Reihe über ungewöhnliche Kulturberufe: der Fake-Internet-Designer. So einer erstellt nämlich nutzlose websites, welche in Filmen oder Serien auf dem Monitor zu sehen sind und die nur so tun als ob. Ihr wisst schon wie ichs meine. Spannende Sache jedenfalls!

RTL hat ja sogar eine eigene fake-social-media-Schleuder Namens „ExploreFriends“ am Start, die in allen daily soaps auf dem Sender übergreifend zum Einsatz kommt. Woher ich das weiß? Öhm…hehe…hat mir mal jemand erzählt…ähm…ich muss mal kurz weg!

Den Beitrag zum Nachhören gibts hier. Lohnt sich!

(gefunden auf der wirklich funktionierenden Seite von DeutschlandradioKultur)

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LÄUFT NICHT!

Kommenden Samstag (27.06.2015) planen geschätzt 500 Rechtsextreme einen Aufmarsch in Jena. Ein breites Bündnis sagt dazu: „Läuft nicht!“ Dem schließe ich mich gerne hier im Blog und am Sonnabend auf den Gegendemos an.

Läuft nicht! Am 27. Juni gemeinsam gegen den Nazi-Aufmarsch in Jena

Am 27. Juni 2015 wollen Neonazis in Jena aufmarschieren. Start ihrer “Gedenkdemonstration” ist um 10 Uhr am Seidelparkplatz, von dort aus soll es weiter Richtung Jena-Ost gehen. Teilweise würden sie damit auf einer Strecke laufen, auf der im April 1945 Buchenwald-Häftlinge auf einem der Todesmärsche getrieben wurden.
70 Jahre nach der Befreiung von Faschismus und Krieg gilt es, sich den Neonazis entgegen zu stellen!
Was Neonazis unter “Kampf um die Straße” verstehen, zeigte sich erst kürzlich – am 1. Mai in Thüringen. Ca. 40, dem JN-Spektrum zuzurechnende Neonazis überfielen eine Kundgebung des DGB in Weimar. Am selben Tag wurden in Saalfeld mehrere Punks brutal durch Teilnehmer der Nazi-Demonstration “Der III. Weg” zusammengeschlagen. Die Ausübung von Gewalt gegen Andersdenkende ist Teil der neonazistischen Ideologie.
Das Motto für die “Gedenkdemonstration” der Neonazis soll an Kirsten Heisig, eine Richterin aus Berlin erinnern. Sie wurde mit dem “Neuköllner-Modell” bekannt, das ein beschleunigtes Gerichtsverfahren bei kleineren Delikten jugendlicher Straftäter vorsieht. Kirsten Heisig beging am 28. Juni 2010 Selbstmord.
Die rassistische Mobilmachung der Neonazis liegt auf der Hand: anknüpfend an das „Neuköllner-Modell“ werden Menschen mit Migrationshintergrund nun durch Neonazis als vermeintlich „kriminelle Ausländer“ rassistisch diskriminiert, die Beschleunigung von Strafverfahren und schnelle Abschiebungen gefordert.
Damit wird der Selbstmord Kirsten Heisigs missbraucht.
Angemeldet wurde die Demonstration von Ringo Köhler aus Piesau, der maßgeblich für die „Freiheit für Wolle“-Kampagne verantwortlich ist, mit der Geld für Ralf Wohlleben, mutmaßlicher NSU-Unterstützer, gesammelt wird. Köhler war bei der Organisation des “Thüringentages der nationalen Jugend” in Kahla beteiligt, ist als einer der maßgeblichen Akteure des zwischenzeitlich aufgelösten „Freien Netz Saalfeld“ bekannt und seit Monaten bei den wöchentlich stattfindenden SÜGIDA / THÜGIDA Demonstrationen aktiv. Wegen Neonazi-Symbolen und Körperverletzung an linken Jugendlichen wurde er jeweils zu einer Geldstrafe verurteilt.
Stellvertretender Versammlungsleiter soll Axel Schlimper, „Gebietsleiter“ der „Europäischen Aktion“ Thüringen sein, die der neonazistischen Partei „Der III. Weg“ nahe steht. Schlimper stammt aus der Nähe von Sonneberg, wettert auf Thügida-Demonstrationen gegen vermeintliche “Rassenvermischung” und gegen Juden in Europa. Ebenso schwadronierte er bei einem Neonazi-Aufmarsch am 23.März 2015 in Erfurt über “geheime Pläne” gegen das deutsche Volk: “Eine eurasisch-jüd… negroide Mischrasse soll aus uns gezüchtet werden”. Er fordert die Abschaffung des Volksverhetzungsparagraphen. Ihm gehört der Lautsprecherwagen, der seit Monaten auf fast jeder Thüringer Neonazi-Demonstration eingesetzt wird.
Beworben und angekündigt wurde die Demonstration vom Greizer NPD-Stadtrat David Köckert, dem Kontakte ins „Blood & Honour“-Umfeld nachgewiesen werden können. Köckert tourt seit Monaten unter den Pegida-Ablegern „Sügida“/ „Thügida“ oder unter der Flagge der NPD durch Thüringen. Während das „Freie Netz Jena“ bereits bei den Bürger_innen-Versammlungen in Jena-Winzerla und Jena-Lobeda vergeblich versuchte, das Stimmungsbild zu beeinflussen, starten sie nun mit ihrem Aufmarsch einen weiteren Anlauf ihrer rassistischen Hetze.
Ein breites Bündnis sagt dazu: „Läuft nicht!“ Stellen wir uns gemeinsam gegen Antisemitismus, Faschismus, Rassismus und neonazistische Hetze! Beteiligt euch an den Protesten gegen den Neonazi-Aufmarsch am Samstag, 27. Juni in Jena!

(via jg-stadtmitte, dort sind zudem weitere Infos zu den Gegenveranstaltungen zu finden)

Pegidas hässliche Fratze

In einem Flüchtlingsheim im vogtländischen Plauen kam es am 12. März 2015 zu einer Messerstecherei. Dabei starb ein Marokkaner an seinen Verletzungen, die ihm nach Stand der derzeitigen Ermittlungen ein Tunesier zugefügt hat. Worum es bei dem Streit genau ging, wird weiterhin untersucht.

Die lokale Presse berichtete über den Fall und Pegida war dies ein Posting auf ihrer Facebook-Seite mit Verlinkung auf den Zeitungsartikel wert. Der Beitrag wurde im Eingang auch gleich mal zynisch kommentiert, Zwinkersmilie inklusive.

Pegida_HeaderDas ist schon schlimm genug. Was dann aber an Kommentaren unter diesem Beitrag folgte, macht sprachlos und betroffen. Neben den üblichen vollkommen falschen Behauptungen über Flüchtlinge findet da eine unerträglich rassistische Hetze statt.

Ich habe mal einige der bislang 391 verfassten Kommentare gesammelt und jetzt über eine Woche gewartet, ob sich in den Kommentaren etwas tut und diese moderiert werden. Passiert ist – bis auf ganz wenige Ausnahmen, bei denen ich nicht sagen kann ob sie vom Verfasser oder den Administratoren entfernt wurden – bis heute nichts.

Pegida behauptet ja immer steif und fest, nichts mit Rassismus am Hut zu haben. Und so sind die Kommentare in ihren Augen (und um jetzt mal mit den Worten der „Spaziergänger“ im Eingang ihres Facebook-Postings zu sprechen) sicher nichts als bedauerliche Einzelfällchen®. Für mich ist es einmal mehr Pegidas hässliche Fratze.

Pegida_1

Pegida_2

Pegida_3

Pegida_4

Pegida_5n

Ich möchte nicht verschweigen, dass sich auch einige bekennende Pegida-Anhänger erschrocken und entsetzt über die Kommentare gezeigt haben. Gehört wurden sie nicht.

(Unkenntlichmachungen der Usernamen und Profilbilder von mir)

(Update 22.März 2015, 15:28 Uhr: Das Posting inklusive aller Kommentare ist nicht mehr auf der Pegida-Facebookseite zu finden.)

Hurenkind vs. Schusterjunge

Zum Geldverdienen mach ich ja in lokalem Journalismus – und das auch mit großer Leidenschaft. Ich bin immer für den Text zuständig, habe also mit dem Setzen der Artikel oder mit dem anschließenden Druck der jeweiligen Ausgabe für gewöhnlich nichts zu tun. Und mir fällt gerade auf, dass das sehr schade ist, denn so fehlt mir ein bisschen der Einblick in diese Materie.

Heute stolperte ich nun aber über ein paar Begriffe aus diesem Bereich, welche dem Layouter oder Drucker als Missgeschicke angekreidet werden. So zum Beispiel der Schusterjunge oder das Hurenkind. Wiki schreibt:

Als Hurenkind wird die letzte Zeile eines Absatzes bezeichnet, wenn sie zugleich die erste einer neuen Spalte oder Seite ist.

Gilt als schwerwiegender Fehler. Der Schusterjunge ist nicht ganz so dramatisch:

Wenn eine Seite oder Spalte nach der ersten Zeile eines neuen Absatzes umbrochen wird, so wird diese allein am Ende der Seite oder Spalte stehende Zeile als Schusterjunge bezeichnet. Der Schusterjunge […] fällt besonders dann auf, wenn Absätze mit Einzug gesetzt werden.

Sieht dann so aus (eingefärbt links der Schusterjunge, rechts das Hurenkind):

Hurenkind(Bild „Hurenkind“ von Rainer Zenz, lizensiert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia.)

Wieder was gelernt!

Gibs ihm, Katze!

Recht so. Im Haus die Sonnenbrille auf und die Latschen an –  und dann auch noch die Miez unschön vertreiben. Mit den Füßen! Gehts noch? Hoffentlich brummt der Schädel noch gescheit! Karma!

(youtube direktlink)

(via katzenfuttermischwerk, hihihi)