Hurenkind vs. Schusterjunge

Zum Geldverdienen mach ich ja in lokalem Journalismus – und das auch mit großer Leidenschaft. Ich bin immer für den Text zuständig, habe also mit dem Setzen der Artikel oder mit dem anschließenden Druck der jeweiligen Ausgabe für gewöhnlich nichts zu tun. Und mir fällt gerade auf, dass das sehr schade ist, denn so fehlt mir ein bisschen der Einblick in diese Materie.

Heute stolperte ich nun aber über ein paar Begriffe aus diesem Bereich, welche dem Layouter oder Drucker als Missgeschicke angekreidet werden. So zum Beispiel der Schusterjunge oder das Hurenkind. Wiki schreibt:

Als Hurenkind wird die letzte Zeile eines Absatzes bezeichnet, wenn sie zugleich die erste einer neuen Spalte oder Seite ist.

Gilt als schwerwiegender Fehler. Der Schusterjunge ist nicht ganz so dramatisch:

Wenn eine Seite oder Spalte nach der ersten Zeile eines neuen Absatzes umbrochen wird, so wird diese allein am Ende der Seite oder Spalte stehende Zeile als Schusterjunge bezeichnet. Der Schusterjunge […] fällt besonders dann auf, wenn Absätze mit Einzug gesetzt werden.

Sieht dann so aus (eingefärbt links der Schusterjunge, rechts das Hurenkind):

Hurenkind(Bild „Hurenkind“ von Rainer Zenz, lizensiert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia.)

Wieder was gelernt!

Wiki of the day No. 8

Heute:

Siegfried August Mahlmann

Siegfried August Mahlmann (* 13. Mai 1771 in Leipzig; † 16. Dezember 1826 ebendort) war ein deutscher Dichter, Schriftsteller und Verleger.

Ich muss zugeben, dass ich von ihm noch nie etwas gehört habe. Allerdings hatte ich schon einmal in einer historischen Sache mit der von Mahlmann übernommenen „Leipziger Zeitung“ zu tun.

Ansonsten ein ganz aufschlussreicher Artikel. Der Mann war Freimaurer, also setzt schon mal die Aluhüte auf – nicht das Euch die große Verschwörung noch einholt. Zudem war er verschwägert mit Jean Paul (Kinners, da steht Jean Paul, nicht etwa Sean Paul, welchen ihr vielleicht meint). Dieser sagt mir sogar was.

Für die Richtigkeit übernehme ich natürlich keine Verantwortung, den ganzen Artikel gibt es hier.

Wiki of the day No. 7

Nach einer Woche entspanntestem Urlaub auf der schönen Insel Usedom geht es jetzt wieder weiter hier. Hurra!

Heute:

Antechinus godmani

Antechinus godmani ist eine Beutelsäugerart aus der Gattung der Breitfuß-Beutelmäuse. Sie wurde durch den Biologen Thomas im Jahre 1923 erstbeschrieben, galt aber lange Zeit als konspezifisch mit der Gelbfuß-Beutelmaus.

Die Racker leben ausschließlich in einem klitzekleinen Teil des nordöstlichen Regenwaldes in Australien, genauer gesagt im Bundesstaat Queensland. Und wirklich traurig ist folgendes: Die Paarungszeit liegt zwischen Juli und August, nach deren Ende sterben wie bei anderen Vertretern der Gattung sämtliche Männchen. 

Irgendwie unfair, für beide Seiten. Da gibt es doch keine Gewinner. Die Mutter muss die Kinder alleine großziehen und der Vater durfte nur einen Sommer lang die irdischen Freuden genießen. Ist doch keinem geholfen bei so einer Lösung!

Für die Richtigkeit übernehme ich natürlich keine Verantwortung, den ganzen Artikel gibt es hier.

Wiki of the day No. 6

Heute:

Security Assertion Markup Language

Die Security Assertion Markup Language (kurz SAML) ist ein XML-Framework zum Austausch von Authentifizierungs- und Autorisierungsinformationen. Sie stellt Funktionen bereit, um sicherheitsbezogene Informationen zu beschreiben und zu übertragen.

Ah, Programmierungskram! Das würde ich auch so gerne können, habe aber leider so wirklich überhaupt keine Ahnung davon. Das bisschen html-Zeugs was ich kann berechtigt mich jedenfalls nicht dazu, hier mitreden zu können.

Weil so etwas wie das hier im Beitrag steht:

SAML assertions werden vom Identity Provider zum Service Provider übertragen. Assertions sind Aussagen statements, die ein Service Provider nutzt, um über das Zulassen eines Zugriffs zu entscheiden. […]

  1. Authentication statements: Zusicherung einer Authentifizierung für Subjekt S zur Zeit T mittels M. (für Single Sign-On) 

Ähm…what? Da bleiben nichts als Fragezeichen in meinem Kopf.

Für die Richtigkeit übernehme ich natürlich keine Verantwortung, den ganzen Artikel gibt es hier.

Wiki of the day No. 5

Was habe ich diese Rubrik sträflich vernachlässigt! Schande über mein Haupt…

Gerade einmal vier Beitrage hatte ich bislang bei „Wiki of the day“ geschrieben, dann aber irgendwie damit aufgehört. Und ich weiß gar nicht warum. Sehr schade eigentlich! Nun hat mich der Sven letzte Woche glücklicherweise wieder daran erinnert. Danke dafür! Also weiter gehts!

Heute:

Wilhelm Radloff

Friedrich Wilhelm Radloff, russisch Wassili Wassiljewitsch Radlow (russisch Васи́лий Васи́льевич Ра́длов; * 17. Januar 1837 in Berlin; † 12. Mai 1918 in Petrograd) war ein deutscher Sprachwissenschaftler, Turkologe und Ethnograph. Radloff gilt als Begründer der Turkologe bzw. des wissenschaftlichen Studiums der Turkvölker und war Direktor des asiatischen Museums in Sankt Petersburg.

Irgendwie kannte ich den Namen, wusste nur nicht woher. Die weitere Lektüre des Artikels brachte die Erkenntnis: „Am 20. Mai 1858 promovierte Radloff in Jena […].“ Na bitte, daher also! Same city! Da bin ich sicher mal an einer Gedenktafel oder ähnlichem vorbeigelaufen – mal schauen, ob ich die Hinweise auf Radloff in nächster Zeit wiederfinde.

Für die Richtigkeit übernehme ich natürlich keine Verantwortung, den ganzen Artikel gibt es hier.

Wiki of the day No.4

Heute:

Deane Montgomery

Deane Montgomery (* 2. September 1909 in Weaver in Minnesota; † 15. März 1992 in Chapel Hill (North Carolina)) war ein US-amerikanischer Mathematiker, der sich mit Topologie, speziell topologischen Gruppen und Transformationsgruppen, beschäftigte.

Sein Meisterwerk war übrigens die Lösung von Hilberts 5. Problem. Also der Frage, ob jede lokal euklidische topologische Gruppe eine Lie-Gruppe ist […]. Was auch immer das bedeuten mag…

Zudem war Montgomery Präsident zahlreicher Mathematikvereinigungen und Ehrendoktor an drei verschiedenen Universitäten. Krasser Typ, auf jeden Fall.

Für die Richtigkeit übernehme ich natürlich keine Verantwortung, den ganzen Artikel gibt es hier.

Wiki of the day No.3

Heute:

Restvolk

Der ethnologische Begriff Restvolk bezeichnet ein Volk, das einer älteren Bevölkerungsschicht angehört als andere Ethnien in seiner Umgebung. Oft stellt ein Restvolk eine ethnische Minderheit dar und gilt als indigenes Volk. Die Sprache eines Restvolks wird als Restsprache bezeichnet und zeichnet sich oft dadurch aus, dass sie zu anderen, dominierenden Sprachen der Umgebung keine (nähere) Verwandtschaft aufweist.

Dafuq…Restvolk. Klingt irgendwie schlimm. Genauso ein doofes Wort wie Humankapital. Vielleicht sollten wir den Volksbegriff einfach mal überwinden.

Interessant ist aber der Restvolkbegriff in der Imkerei: Restvolk bezeichnet den nach einem Schwarmabgang oder der Entnahme der Königin übriggebliebenen Volksteil, in dem erst wieder eine Königin schlüpfen muss.

Für die Richtigkeit übernehme ich natürlich keine Verantwortung, den ganzen Artikel gibt es hier.