Pegida ist es zu hell

Die Klappspaten von Pegida hauen einen raus und ich brech gleich ab.

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Jaja, blabla und so weiter. Dann aber weiter unten im selben Text das hier:

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Zu hell für die Revolution, ja? Hahaha!!!

(Screenshots und Einfärbung von mir, verlinken werde ich das aber nicht. Das könnt ihr bei Bedarf selber auf deren Facebook-Seite suchen.)

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Pegidas hässliche Fratze

In einem Flüchtlingsheim im vogtländischen Plauen kam es am 12. März 2015 zu einer Messerstecherei. Dabei starb ein Marokkaner an seinen Verletzungen, die ihm nach Stand der derzeitigen Ermittlungen ein Tunesier zugefügt hat. Worum es bei dem Streit genau ging, wird weiterhin untersucht.

Die lokale Presse berichtete über den Fall und Pegida war dies ein Posting auf ihrer Facebook-Seite mit Verlinkung auf den Zeitungsartikel wert. Der Beitrag wurde im Eingang auch gleich mal zynisch kommentiert, Zwinkersmilie inklusive.

Pegida_HeaderDas ist schon schlimm genug. Was dann aber an Kommentaren unter diesem Beitrag folgte, macht sprachlos und betroffen. Neben den üblichen vollkommen falschen Behauptungen über Flüchtlinge findet da eine unerträglich rassistische Hetze statt.

Ich habe mal einige der bislang 391 verfassten Kommentare gesammelt und jetzt über eine Woche gewartet, ob sich in den Kommentaren etwas tut und diese moderiert werden. Passiert ist – bis auf ganz wenige Ausnahmen, bei denen ich nicht sagen kann ob sie vom Verfasser oder den Administratoren entfernt wurden – bis heute nichts.

Pegida behauptet ja immer steif und fest, nichts mit Rassismus am Hut zu haben. Und so sind die Kommentare in ihren Augen (und um jetzt mal mit den Worten der „Spaziergänger“ im Eingang ihres Facebook-Postings zu sprechen) sicher nichts als bedauerliche Einzelfällchen®. Für mich ist es einmal mehr Pegidas hässliche Fratze.

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Ich möchte nicht verschweigen, dass sich auch einige bekennende Pegida-Anhänger erschrocken und entsetzt über die Kommentare gezeigt haben. Gehört wurden sie nicht.

(Unkenntlichmachungen der Usernamen und Profilbilder von mir)

(Update 22.März 2015, 15:28 Uhr: Das Posting inklusive aller Kommentare ist nicht mehr auf der Pegida-Facebookseite zu finden.)

„Panorama“ lässt die Pegida-Demonstranten einmal reden

Heute Abend lief im Ersten das Politikmagazin „Panorama“. Die Reporter waren am Montag in Dresden auf der Pegida unterwegs und haben die Demonstranten einfach einmal reden lassen. Und ich muss mich gleich übergeben.

(youtube direktlink)

(youtube direktlink)

Der Islam wird Staatsreligion? 70% – 80% Ausländeranteil in den deutschen Städten? Weihnachten wird abgeschafft? Wir dürfen zum Beten bald nur noch in Moscheen gehen? Genau so einen Scheiß erzählen die da. Und zwar nicht die Redner auf den Bühnen. Nein, die werden sich hüten. Es sind die Demonstranten, die solche Dinge absondern. Diejenigen, die immer behaupten, sie würden kein rechtes Gedankengut mit sich herumtragen. Diejenigen, die behaupten, sie hätten ja nichts gegen Ausländer. Diejenigen, die behaupten, sie wären das Volk.

Möchte man aber wirklich ein Teil eines Volkes sein, dass einem solche Dinge entgegenwirft? Dinge wie den Vorschlag, alle neu angekommen Asylsuchenden erst einmal zu isolieren, damit sie ja nicht ihre Bazillen in die Luft schleudern können? Man weiß ja schließlich nicht was die alles so mitbringen.

Furchtbar ist das. Und ekelhaft noch dazu.

Immer wieder beschweren sich die Teilnehmer, sie würden zu Unrecht als „Nazis“ diffamiert, man wolle sie mutwillig in die rechtsradikale Ecke schieben, obwohl es sich größtenteils um „ganz normale Bürger“ handle. Und obwohl auch bekannte Neonazis und organisierte Rechtsextremisten in Dresden mitmarschieren, ist das Spektrum der Teilnehmer tatsächlich keinesfalls auf einschlägige rechtsradikale Kreise beschränkt: Vom Rentner bis zum jungen Pärchen ohne erkennbare äußere Abzeichen einer extremen politischen Einstellung reicht die Bandbreite der Pegida-„Bewegung“, wie sie sich selbst gerne nennt.

(Pressetext Panorama)

Hier ist der Link zum Panorama-Beitrag. Die Interviews sind dort ungekürzt zu sehen. Und wenn man sich anhört, was dort in die Mikrofone gesprochen wird, kann man wirklich nur mit dem Kopf schütteln. Wenn man es denn überhaupt aushält.

http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2014/Kontaktversuch-Luegenpresse-trifft-Pegida-,pegida136.html

Wenn der Name einer Demonstration schon mit dem Wort „Patriotisch“ beginnt, dann sollte man eigentlich von vornherein wissen, dass der Wind rechts vorbeipfeifft…

Wirr ist das Volk

In Zeiten von unerträglichen Pegida-Demonstrationen, Mahnwachen gegen linke Landesregierungen und Hooligans, die es neuerdings auch auf die politische Bühne schaffen wollen, trifft es die Partei „Die Partei“ auf den Punkt.

(via kraftfuttermischwerk)